INSTITUT FÜR BOTANIK INSTITUT FÜR BOTANIK DER UNIVERSITÄT INNSBRUCK Derzeit wird Optimas an der Abt. Allgemeine Botanik für folgende Forschungsthemen erfolgreich angewendet: Histometrie an Blättern von mediterranen Steineichen (Quercus ilex). Aufgabenstellung: An der speziellen Ausprägung der Blattanatomie lassen sich Umweltanpassungen von Pflanzen feststellen. Um die Adaptationsamplitude entlang eines Transekts zwischen Rom (Optimalstandorte in der Macchie und in einem Buschwald), Gardaseegebiet (natürliche Nordgrenze der) und Meran (verwilderte Büsche jenseits der nördlichen Verbreitungsgrenze) quantitativ zu bestimmen, sind - im Interesse einer detaillierten statistischen Auswertung - umfangreiche Messungen unter dem Mikroskop erforderlich. Lösung: Bei konventioneller, okularer Messung würde für die erforderliche Datenmenge ein hoher zeitlicher (und auch finanzieller) Aufwand nötig sein, der unsere Möglichkeiten übersteigen würde. Die Anwendung von Optimas erlaubt durch Anklicken der Messstrecke, sehr schnell die Gesamtdicke des jeweiligen Blattes an mehreren Stellen, die Längen- und Durchmessermaße von funktionell unterschiedlichen Zellen und auch Wanddicken zu erfassen und die Messwerte unmittelbar in ein Excel-Protokoll zu importieren.
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Aufgabenstellung: Die Quantifizierung des Schädigungsausmaßes auf Blättern ist in der Phytopathologie für Bestimmung kritischer Schwellenwerte von Umweltfaktoren von großer Bedeutung. Nach der Applikation von exakt dosierten Streßgradienden muss für jede Stressdosis das Schädigungsausmaß erhoben werden. Klassische Methoden sind die leider sehr subjektive Schätzung des Schädigungsausmaßes bzw. indirekte Methoden, wie die Messung der Diffusatleitfähigkeit und der in vivo Chlorophyllfluoreszenz. Lösung: Geschädigte Blattflächen sind anders gefärbt als gesunde. Die behandelten Blätter werden über einen Scanner digitalisiert und können so der Bearbeitung mit Optimas 6.0 zugeführt werden. Nach der Überführung der gescannten Bilder in ein Hochauflösendes Format (HSL-48 bit), der Festlegung von geschädigten Blattbereichen über das Setzen von Farbschwellen können diese genau eingegrenzt und deren Fläche exakt bestimmt werden. Nach vorhergehender Bestimmung der gesamten Blattfläche wird nach dem Import in ein Excel-Protokoll die prozentuelle Schädigung der Blattspreite automatisch bestimmt.
Aufgabenstellung: Einige rosettenwüchsige Gebirgspflanzen, wie z.B. der Trauben-Steinbrech, reagieren auf Klimareize mit Blattbewegungen. Die Dokumentation dieser Bewegung erfolgt über Messung des Abstandes aller Blattspitzen zum Mittelpunkt der Rosette bei gleichzeitiger Registrierung der mikrometeorologischen Bedingungen. Für eine spätere statistische Auswertung ist eine möglichst große Stichprobenanzahl nötig. Lösung: Die zu untersuchenden Rosettenpflanzen werden in regelmäßigen Abständen photographiert. Die Bilder werden im Zuge der späteren Auswertung über einen Scanner digitalisiert. Über die Optimas-Funktionen zur Distanzmessung zu einem Referenzpunkt wird der jeweilige Rosettenbau quantifiziert. Die Daten werden hernach zur Mittelwertsbildung und zur weiteren statistischen Auswertung ins Excel exportiert und den Klimabedingungen gegenübergestellt. |