Quantifizierung von Apoptose und Nekrose in Endothelzellen mittels digitaler
Bildverarbeitung und künstlichen neuronalen Netzen
Generell kann Zelltod in zwei Typen gegliedert werden: den nekrotischen Zelltod (Zellyse)
und den apoptotischen Zelltod (programmierter Zelltod). Beide Formen unterscheiden sich in
der Morphologie der Zelle und des Zellkerns. Obwohl die Unterschiede in der
Zellkern-Morphologie für das menschliche Auge recht deutlich erscheinen, vermögen
konventionelle Klassifizierungsverfahren und statistische Verfahren, wie lineare
Diskriminanzanalysen, nicht in ausreichendem Maße zwischen beiden Formen zu
unterscheiden. Erst künstliche neuronale Netze können mit hoher Genauigkeit zwischen
beiden Formen unterscheiden, da sie in der Lage sind, auch nichtlineare Merkmalsräume
oder sogar unterbrochene Merkmalsräume zu klassifizieren.
Durch die Möglichkeit der Makro-Programmierung in OPTIMAS, lassen sich künstliche
neuronale Netze direkt in die routinemäßige Auswertung von fluoreszensmikroskopischen
Aufnahmen einbinden. Mit einer Geschwindigkeit von ca. 800 Zellen pro Minute und einer
Genauigkeit von 96,5 % ist dieses System dem Auszählen von Hand weit überlegen.
Markus Weisser
Biochemische Pharmakologie
Universität Konstanz
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